Eine seiner bedeutendsten Publikationen ist das Buch „Was uns frei macht: Ein Versuch über die Autonomie des Willens", in dem er sich der Frage der Willensfreiheit widmet und daraus eine originelle Theorie entwickelt. Die Willensfreiheit war auch das Thema, mit dem sich unser Kurs bei Prof. Dr. Hübners Besuch beschäftigte. Betrachtet man die Willensfreiheit näher, stellt man sich automatisch diese Fragen: „Was ist Willensfreiheit genau?" und „Gibt es überhaupt Willensfreiheit?" Grundsätzlich ist die Idee der Willensfreiheit sehr essenziell für unsere Gesellschaft; durch sie rechtfertigen wir moralische Verantwortlichkeit und dementsprechend die „Strafen", die auf Gesetzesverstöße folgen. Allgemein ist es auch sehr wichtig für den menschlichen Selbstwert und die eigene Identität zu glauben, dass der Mensch Willensfreiheit besitze.
Die Willensfreiheit ist ein vielseitig diskutiertes Thema in der Philosophie und umfasst verschiedene Positionen, darunter auch die des Kompatibilismus, Inkompatibilismus und Determinismus. Wie einige aus unserem Philosophiekurs auch, verortet sich Herr Prof. Dr. Hübner selbst eher im Bereich der kompatibilistischen Standpunkte Harry Frankfurts und Martin Fischers und nannte eine mögliche Antwort auf die Frage nach der Willensfreiheit: „Zusammen genommen besteht die Freiheit des Willens darin, dass unser Entscheiden und unser Handeln von rationalen Gründen bestimmt wird, die im reflexiven Bewusstsein gegenwärtig sind."
Wie man schon merkt, ist die Willensfreiheit in der Philosophie ein sehr komplexes Thema, dennoch ist es Prof. Dr. Hübner bei seinem Besuch gelungen, uns die Thematik näherzubringen. Besonders ist uns hierbei seine ansteckende Begeisterung für die Philosophie aufgefallen, was die Stunde sehr lebhaft gestaltete. Abschließend möchte der Philosophiekurs ihm hierfür und für seine Offenheit gegenüber Fragen und auch Diskussionsbedarf unsererseits danken und besonders auch unserer Lehrerin Frau Mazur-Rödiger für ihr wertvolles Engagement, welches diesen Besuch erst möglich machte.
Text: Helena Schwendel, Jahrgang 11