Ich heiße Mali, bin inzwischen schon 17 Jahre alt und habe Anfang des jetzigen Schuljahres 25/26 fast ein halbes Jahr in Frankreich verbracht.
Meine Gastfamilie kenne ich schon seit ca. 2 Jahren durch den Schüleraustausch 2024 unserer Schule mit La-Ferté-Macé, als ich in der 9ten Klasse war. Da sie auf dem Land wohnt, war ich unter der Woche hauptsächlich im Internat untergebracht, wie meine "Austauschpartnerin Prune" auch und an den Wochenenden waren wir bei meiner Gastfamilie zuhause.
Da ich es ja schon gewohnt bin auf dem Land zu wohnen, fand ich es sehr cool dort. Was ich aber "komisch" fand, ist, dass die öffentlichen Verkehrsmittel auf dem Land dort nur ein oder zwei Mal pro Tag fahren, im Gegensatz zu hier: einmal pro Stunde! Amandine, meine Gastmutter hat eine Käserei, auch sehr praktisch! Dadurch habe ich nicht nur den für die Region bekannten Camembert genießen können, sondern mich einmal durch alle Käsesorten durchprobiert.
Meine Klasse und generell alle im Internat waren sehr nett und auch interessiert daran, dass ich dort ganz alleine, also ohne eine Organisation, einen Auslandsaufenthalt mache. Ich war zwar in einer 10. Klasse, also eine Jahrgangsstufe unter meiner hiesigen eingegliedert, aber für die Lerninhalte hat dies keinen großen Unterschied gemacht. In manchen Fächern z. B. in Geschichte, Mathe, Deutsch und Französisch bin ich gut mitgekommen, aber in Physik, Chemie, Biologie usw. hatte ich doch sehr krasse Verständnisprobleme.
Aber ich war ja vor allem in Frankreich, um meine Sprachkenntnisse auszubauen, deshalb waren die Noten dort eher "nicht soo wichtig". Ich fand es aber an sich nicht schlecht die Arbeiten, wie alle meine anderen französischen Mitschüler auch zu schreiben, um einfach dieses Gefühl zu erleben, einen Text auf Französisch zu schreiben bzw. zusammenzufassen.
Im Internat gab es bestimmte Essenszeiten: morgens gab es um viertel nach sieben Frühstück, mittags von 12-13 Uhr gab es Mittag- und abends um 18 Uhr gab es Abendessen. Außerdem durften wir nachmittags unsere Zimmer erst ab 17 Uhr betreten. Da wir aber meistens sowieso noch nachmittags Unterricht hatten, mussten wir nie allzu lange warten. Solch eine Struktur zu haben, ist meiner Meinung nach, sehr cool.
Leider hatte Prune, meine Austauschpartnerin kein Interesse während unserer Schulzeit zu uns zu kommen, aber ich habe ihr angeboten, dass sie über die Sommerferien zu uns kommen kann.
Ich habe dieses Auslandjahr ohne ein Programm (z.B. mit Brigitte Sauzay oder Voltaire) gemacht, und fand es sehr schön!! all diese Erfahrungen gemacht zu haben. Ich würde jedem empfehlen, der seine sprachlichen Kenntnisse verbessern/erweitern möchte und Spaß daran hat etwas Neues zu erleben und das Leben in einer anderen Kultur und Familie kennenzulernen, solch einen Frankreichaufenthalt zu machen.
C`est parti!